Wie es ausschaut, wird die von der deutschen Busreise-Branche vehement bekämpfte Regelung der Lenk- und Ruhezeiten, die im April 2007 deutlich verschärft wurde, wieder gelockert. Worum geht es? Am 11. April 2007 traten europaweit einheitliche EG-Sozialvorschriften in Kraft, was zur Folge hatte, dass die bis dahin in Deutschland gültige sogenannte 12-Tage-Regelung entfiel. Bisher konnten Busfahrer die gesamte Ruhezeit, die ihnen während einer Busreise gesetzlich zusteht, am Ende einer 12-tägigen Reise „am Stück“ nehmen. Diese Möglichkeit fiel mit den einheitlichen Sozialvorschriften weg, wodurch es Reiseveranstaltern erheblich erschwert wurde, Rundreisen zu planen. Denn nun musste bereits nach sechs Tagen Fahrtzeit ein Ruhetag eingeplant werden. Für die Fahrgäste bedeutete dies entweder, einen Tag ohne Busfahrer zu verbringen, oder sich an einen – meist vor Ort ansässigen – Aushilfsfahrer zu gewöhnen, der für diesen Tag vom Reiseveranstalter engagiert wurde.
Die beiden großen Busreise-Verbände RDA und BDO hatten sich von Anfang an für eine Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung stark gemacht, und wie es aussieht, haben sie damit nun auch Erfolg. Der Verkehrsausschuss des Europaparlaments hat sich Ende März für eine (abgewandelte) Wiedereinführung der 12-Tage-Regelung ausgesprochen. Am 22. April folgte das Europaparlament der Empfehlung seines Verkehrsausschusses, so dass nunmehr nur noch die Zustimmung des Verkehrsministerrat fehlt, um eine den Weg für eine neue 12-Tage-Regelung freizumachen.

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