Mit dem Bus von Venezuela nach Argentinien

Neulich berichteten wir von der wohl längsten Busreise der Welt: von London nach Sydney durch 17 Länder in 14 Wochen. Nicht schlecht. Das „Reisemagazin Lateinamerika“ macht nun ebenfalls mit der Überschrift „Die längste Busreise der Welt“ auf, diese geht allerdings „nur“ von Venezuela bis Argentinien. Die Strecke sei sogar im Guiness Buch der Rekorde verzeichnet. Von Buenos Aires nach Caracas beträgt die Distanz sagenhafte 9.660 km. Die wahre Freude ist diese Wahnsinnsstrecke offenbar nicht, jedenfalls zitiert das „Reisemagazin Lateinamerika“ andere Stellen, die von „Schweinerei“ sprechen oder „Das Unternehmen stinkt zum Himmel” kommentieren (was sogar noch die harmloseren Anmerkungen zu dieser Irrsinnsverbindung sein sollen).

Doch welches ist denn nun die längste Busreise der Welt? Von London nach Sydney scheint auf dem ersten Blick die deutlich längere Distanz zu sein, wie gelangt also die Südamerika-Strecke ins Guiness Buch? Des Rätsels Lösung ist wohl, dass es sich beim London-Sydney-Angebot um eine „echte Busreise“ mit Zwischenstopps, Reiseleitung, Besichtigungen und Hotelübernachtungen handelt, während die Strecke Buenos Aires – Caracas den Titel der längsten Linienbusverbindung der Welt davon trägt.

Gebucht werden kann der „Spaß“ direkt beim peruanischen Anbieter „Expreso Internacional Ormeño S.A.“ unter http://www.grupo-ormeno.com.pe/rutas1.php. Gute Reise!

Busreisebranche in der Krise?

Pünktlich zur Leitmesse der deutschen Busreisebranche, dem RDA-Workshop in Köln, veröffentlichte der Internationale Bustouristik Verband (RDA) auf seiner Pressekonferenz aktuelle Zahlen zum Bustouristikmarkt in Deutschland.

Demnach würden derzeit rund 5.000 private Omnibusunternehmen am Markt agieren, von denen 40 Prozent weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen. In 55 Prozent der Betriebe würden  Familienangehörige mitarbeiten. Insgesamt sind rund 170.000 Arbeitsplätze in Deutschland direkt abhängig von der Busreisebranche.

Von einer Krise der Busreisebranche weiß die Online-Ausgabe der WELT zu berichten: „Für viele Busunternehmer wird die Lage kritisch“. Demnach würde die Busreisebranche vom Trend zum preiswerten Urlaub in Deutschland kaum profitieren. Und RDA-Präsident Richard Eberhardt befürchtet gar, dass am Jahresende unter dem Strich ein Minus stehen wird. Im ersten Halbjahr 2009 sei die Nachfrage nach Busreisen jedoch stabil gewesen. Doch mit einem Aufschwung im Herbst rechnet Eberhardt nicht. Denn bei den Zweit- und Drittreisen, die traditionell gerne mit dem Bus unternommen werden, würde in diesem Jahr besonders gespart werden. Die Lage in der Branche sei durch hohe Dieselpreise der vergangenen beiden Jahre eh schon kritisch. Eberhardt: „Nun versuchen die Unternehmen durch Rationalisierungen und den Aufschub von Investitionen die angespannte Lage zu meistern“, sagt Eberhardt. Einer Verbandsumfrage zufolge plant ein Drittel der Unternehmen, in diesem Jahr auf Investitionen – in umweltfreundlichere Busse etwa – zu verzichten. Und dass, so die WELT, obwohl die Umweltzonen in vielen Städten eine Umrüstung der Busflotte notwendig machen würde.

Mittlerweile zählt der RDA noch etwa 5.000 Busunternehmen in ganz Deutschland, die meisten davon sind Familienbetriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern. Vor gerade einmal fünf Jahren waren es noch über 6000 Anbieter.

Eberhardt setzt langfristig auf den demografischen Wandel, da vor allem Reisende oberhalb von 60 Jahren besonders gerne mit dem Bus verreisen würden. Fraglich, ob diese Hoffnung aufgeht, denn während die heutige Seniorengeneration noch ohne Billigflieger und Internet-Preisvergleiche aufgewachsen ist, werden die Senioren von morgen wohl eher die Reisegewohnheiten der heute Jüngeren verinnerlicht haben. Und da steht der Bus eben nicht unbedingt ganz oben in der Liste der beliebtesten Verkehrsmittel.

Ungarn: Gratis-Autobahn-Vignetten für deutsche Busunternehmen

Für eine interessante Rabatt-Aktion wirbt heute eine Presseinformation des ungarischen Tourismusamtes: Um Ungarn als Reiseland im Kulturhauptstadtjahr 2010 für die Anbieter von Gruppenreisen attraktiver zu machen, werden deutschen Busreise-Veranstaltern für 2010 temporäre Gratis-Vignetten für Ungarns Autobahnen angeboten.

Gemäß der Presseinfo können sich die deutschen Busreise-Veranstalter bei den Mitgliedern des Tourismusamtes melden und für ihre geplanten Touren die hierfür vorgesehenen Zehn-Tage-Vignetten der Kategorie D3 bestellen. Die an der Aktion teilnehmenden Incoming-Agenturen entscheiden individuell, wie viele Vignetten sie pro Busunternehmen erstatten möchten. Bisher haben wohl bereits einige der Mitglieder signalisiert, dass sie ein Limit von maximal fünf Klebe-Vignetten planen.

Bestellt werden können die “Pixel” ab sofort bis Ende Juli 2010. Gültig sind sie für Ungarn-Busreisen in den Monaten März/April und Juli/August 2010.

Interessierten Busunternehmern mögen sich an das Ungarische Tourismusamt in Deutschland unter frankfurt@ungarn-tourismus.de wenden, um eine Liste aller Teilnehmenden ungarischen Partner zu erhalten.

Reisebusse = tickende Zeitbomben?

Unter der plakativen Überschrift „Tickende Zeitbomben aus dem Verkehr gezogen – Polizei zieht während der Ferien rund um Köln rollende Wracks aus dem Verkehr“ veröffentlicht der TÜV Rheinland heute eine Presseinformation über eine auf der A3 bei Siegburg stattgefundene Sicherheitskontrolle der Polizei, die zusammen mit dem TÜV durchgeführt wurde. Rund fünf Prozent der überprüften Fahrzeuge wurden aufgrund schwerer Mängel aus dem Verkehr genommen.

Leider macht der TÜV keinerlei Angaben über die Herkunft der beanstandeten Busse. Bei Kunden deutscher Reiseveranstalter kann so leicht der Eindruck entstehen, dass Busreisen generell eher unsicher seien. Die Anmerkung in der Presseinfo, dass „Busse insgesamt zu den sehr sicheren Verkehrsmitteln gehören“ würden, wird ja schnell überlesen (vor allem angesichts der dramatischen Überschrift). Ohne genauere Zahlen zu haben, liegt für mich die Vermutung nahe, dass es sich bei vielen der beanstandeten Reisebussen um Fahrzeuge aus dem (häufig osteuropäischen) Ausland handelt, da wohl jeder, der häufiger mal auf der Autobahn unterwegs ist, die altersschwachen Reisebusse mit osteuropäischen Kennzeichen in Erinnerung haben wird.

Interessant wäre auch eine Angabe, ob es sich um von Reisegruppen gecharterte Busse handelte, oder um Busse, die im Auftrag von Reiseveranstaltern unterwegs waren. Nach unserer Erfahrung bei buswelt.de liegt die Qualität der von den Veranstaltern eingesetzten Reisebusse nämlich durchweg auf ausgesprochen hohem Niveau. Bei den Befragungen unserer Kunden, die wir nach Rückkehr von Ihrer Reise um eine Qualitätsbewertung bitten, schnitt der Reisebus im vergangenen Monat mit einer Schulnote von durchschnittlich 1,96 durchaus gut ab. Nun haben vermutlich die wenigsten Reisenden die Fachkenntnis, um kleinere Mängel sicher erkennen zu können, aber, wie Hans-Ulrich Sander vom TÜV betont, bedarf es “keines großen technischen Verständnisses, beispielsweise abgefahrene Reifen mit zu wenig Profiltiefe zu erkennen. Oder Rostmängel an der Karosserie sowie Rostbeulen unter dem Lack. Auch mit Klebeband abgedeckte Karosserieteile sowie defekte oder gerissene Windschutzscheiben können leicht erkannt werden.” Derartige Mängel dürften wohl bei von deutschen Reiseveranstaltern eingesetzten Bussen die absolute Ausnahme sein. Schade daher, dass die Presseinfo so wenig differenziert, denn unter der Botschaft, dass viele Reisebusse unsicher seien, werden natürlich vor allem die inländischen Veranstalter leiden.

Tolle Busreisen, aber nicht ab meinem Wohnort! Wie kann ich trotzdem mitfahren?

Über 1000 Busreiseveranstalter bieten deutschlandweit tolle und zum Teil sehr preisgünstige Busreisen zu Zielen in ganz Europa an. Vielfach werden wir gefragt, wie man an einer solchen Reise teilnehmen könne, obwohl keine der Zustiegsstellen im oder in der Nähe des eigenen Wohnorts liegen.
Eine Möglichkeit ist der Zustieg an einer nahegelegenen Autobahnraststätte, die sich auf der Fahrtroute des Veranstalters befindet. Wenn man also beispielsweise in Bayern wohnt und man findet über google eine Reise zum schönen Gardasee, z.B.: Busreisen Gardasee – Günstige Gardasee-Busreisen im Preisvergleich, für die es aber nur Zustiege in Nordrhein-Westfalen gibt, kann man einfach mal nachfragen und sich über einen möglichen Zustieg an einer in Frage kommenden Autobahnraststätte beraten lassen. Im angegebenen Beispiel sollte dies für die meisten Angebote problemlos möglich sein, da die Reiseroute zum Gardasee in der Regel immer durch Bayern, entlang der A9  verläuft.
Aber auch wenn ein Zustieg an einer Raststätte nicht möglich ist, können sich andere gute Möglichkeiten ergeben. Infrage kommt auch eine Eigenanreise zu einem der regulären Abfahrtsorte einen Tag vor Abreise mit Zwischenübernachtung. Viele Veranstalter bieten gute und preiswerte Vertragshotels in der Nähe der Firmenzentrale an, wo man eine Nacht verbringt und am nächsten Morgen ausgeschlafen und ohne Hetze in den Reisebus zusteigt. Auch seinen PKW kann man bei einigen Veranstaltern kostenfrei und sicher für die gesamte Zeit der Reise abstellen.
Ein besonderes Reisepaket schnürt auf Anfrage der Reiseveranstalter Jobtours aus Essen speziell für Gäste aus Berlin: Busanreise nach Essen und die Rückreise von Essen nach Berlin werden mit einem der regelmäßig fahrenden Berlinbusse organisiert und in Essen wird dem Berliner Kunden eine Zwischenübernachtung in einer preiswerten Unterkunft mit einer Übernachtung besorgt. So kann man auch als Berliner z.B. in den Genuß einer der sehr beliebten Cornwall-Rundreisen von Jobtours kommen: “Südengland – Cornwall“. Fragen Sie also einfach bei Reiseexperten für Busreisen nach, die einen Überblick über die vielen deutschlandweiten Angebote haben: ob Raststättenzustieg, eigene Anreise mit Zwischenübernachtung oder auch Angebote eines erweiterten Haustür-Abhol-Service gegen Aufpreis, Möglichkeiten in den Genuß  seiner Wunschreise  zu kommen gibt es sicherlich genug!

London Busreisen billiger – jetzt auch bei MANGO Tours

Kaum hat Rainbow Tours seine Preise für London-Busreisen gesenkt, schon zieht auch der Kölner Konkurrent MANGO Tours nach. “Budget-Hotel buchen – in der mittleren Preisklasse übernachten”, so lautet das Angebot von MANGO Tours. Begründet wird das Sonderangebot, wie zuvor schon bei Rainbow Tours, mit dem derzeit so günstigen Wechselkurs des britischen Pfund.

Was auch immer die wahren Gründe sein mögen, den Kunden kann es recht sein. Auf nach London! Buchbar sind die Reisen natürlich auch bei buswelt.de. Die “Tour II” mit viereinhalb Tagen Dauer bereits ab 139 Euro und die “Tour II” mit einem Tag länger ab 199 Euro.

Mit dem Bus von London nach Sydney

Vielleicht schon älter, aber wir haben es gerade eben erst entdeckt (danke, Sebastian von MANGO Tours). Der britische Reiseveranstalter OzBus bietet eine Busreise von London nach Sydney an. Richtig gelesen! 17 Länder, 14 Wochen, und (das ist der kleine Haken) 4950 Euro, das sind die Eckdaten diese spektakulären Reise, die unter anderem über folgende Stationen führt:

Prag, Wien, Budapest, Transsilvanien (Siebenbürgen), Gallipoli, Istanbul, Kappadozien, Isfahan, Bam, Lahore, Taj Mahal, Varanasi, Kathmandu, Bangkok, Ko Samui, Penang, Sumatra, Bali, Kakadu-Nationalpark, Ayers Rock, Sydney

Alle weiteren Infos (und natürlich ein Buchungsformular) finden sich direkt auf der Website von OzBus (Link editiert am 18. September 09: Offenbar gibt es keine deutsche Version der Website mehr).

kurz gemeldet: Weitere Preissenkungen bei Rainbow Tours

Wie wir in unserem Partner-Blog onlinefly gerade gemeldet haben, hat Rainbow Tours weitere Preissenkungen bekannt gegeben. Nach den London-Reisen im April sind nun die Badereisen im Juni von den Ermäßigungen betroffen. Wer im Juni mit Rainbow nach Spanien reisen will, spart bei manchen Terminen bis zu 50 Euro pro Person. Auch einige Italien-Reisen und Städtereisen sind im Preis herab gesetzt worden, während Spanien-Reisen im Ferienmonat Juli größtenteils ein wenig teurer wurden.

Reisebusse haben in Berlin weiter freie Fahrt

Mit “Aufatmen in Berlin” beginnt derBDO (der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer) sinnigerweise seine Pressemitteilung, in der über ein verhindertes Fahrverbot für Reisebusse mit gelber und roter Umweltplakette vom kommenden Jahr an berichtet wird.

Nach Angaben des BDO wird die Berliner Senatsumweltverwaltung die angekündigten Fahrverbote insofern lockern, als dass bis zum Jahr 2012 Reisebusse, die der EURO-III-Norm entsprechen, weiterhin freie Fahrt in Berlin genießen.

“Aufatmen in Berlin” trifft die Sache daher vielleicht nicht ganz auf den Punkt, zumindest wird die eingeatmente Luft durch die beschlossene Regelung sicherlich nicht besser. Aber der in der Presseinfo zitierte BDO-Präsident Wolfgang Steinbrück hat natürlich recht mit seiner Aussage, dass Unternehmen, die im Jahre 2006 Reisebusse gekauft hatten, die damals dem neuesten Stand der Technik entsprachen, nicht die Leidtragenden sein dürfen von derart radikalen Verschärfungen der entsprechenden Vorschriften. Zumal die Fahrt im Reisebus ohnehin eine anerkanntermaßen besonders umweltfreundliche Form der Fortbewegung darstellt, die von der Politik ja im Sinne des Umweltschutzes eher gefördert als behindert werden sollte.

Warum Busreisen in Zeiten wirtschaftlicher Krise angesagt sind

Trotz Wirtschaftskrise und den Ängsten auf Arbeitsplatzverlust oder Einkommenseinbußen vieler Menschen,
ist die Lust nach Urlaubsreisen nach wie vor ungebrochen. Viele scheuen momentan jedoch davor zurück, den Geldbeutel allzu weit aufzumachen, um zum Beispiel ihren Sommerurlaub zu buchen. Dabei gibt es mit Busreisen vielfältige Angebote, einen preiswerten und interessanten Urlaub zu erleben. Neben den klassischen Städtereisen mit dem Bus nach Paris, London, Prag, Venedig oder Berlin für wenig Geld mit Komplettpaket aus An- und Rückreise, Hotel mit Verpflegung und Ausflugsangeboten, werden von über 1000 Busreiseveranstaltern deutschlandweit eine Fülle von interessanten Reisen unterschiedlichster Art angeboten. Kurzreisen, Tagesfahrten, Clubtouren, Musicalreisen, Eventreisen und Erlebnisreisen sind schon für den kleinen Geldbeutel zu haben. Aber auch längere Urlaubsreisen an die Costa Brava, die italienische Riviera oder nach Kroatien sind beliebt und im Vergleich zur Flugreise recht preiswert. Auf unserem Busreiseportal www.buswelt.de, wo man komfortabel die unterschiedlichsten Angebote vergleichen und direkt buchen kann, findet man bereits Angebote ab 205,00 € pro Person mit Busreise, 7 Nächten im 3-Sterne-Hotel im Doppelzimmer inklusive Halbpension, hier mal ein Beispiel: TOP Reise Santa Susanna – Schnäppchen
Die Bus-Anreise dauert zwar deutlich länger als mit dem Flieger, dafür kann man aber schon während der Anreise nette Bekanntschaften machen und durch immer bequemer ausgestattete Busse mit Schlafsesselbestuhlung, Video/DVD, Getränkeservice u.v.m. ist auch eine längere Fahrt kein Problem. Ein Vorteil zudem: man wird direkt vor dem gebuchten Hotel abgesetzt und vom Hotel wieder abgeholt.
Nebenbei kann man sich bei der Entscheidung für eine Busreise zudem sicher sein, dass man sich für eine wirklich umweltfreundliche Art des Reisens entschieden hat.